Che Guevara – die Fussball-Legende

Der FC Madureira, ein bescheidener Verein in der brasilianischen dritten Liga aus der Umgebung von Rio de Janeiro mit wenigen Titeln oder Errungenschaften, jedoch aber mit der Auszeichnung, eines von nur wenigen Teams zu sein, die während einer Tour auf Kuba 1963 vor Che Guevara spielen durften. Nach den starken Auftritten von Garrincha und Pele während der Weltmeisterschaften von 58 und 62 stieg das Interesse am brasilianischen Fussball und darüber hinaus liebte Che Guevara, der in einem Land lebte, das traditionell eher dem Baseball zugetan war, das Spiel, was dazu führte, dass der FC Madureira auf Einladung des Comandante Che nach Kuba reiste und eine Tour mit 5 Spielen bestritt, die allesamt gewonnen wurden.

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Von ihrer Reise auf die karibische Insel im Jahr 1963 haben sie sehr profitiert und nun, fünfzig Jahre später, möchten sie noch einmal der damaligen Tour gedenken und aus diesem Grund haben sie eine Sonderedition ihrer Trikots entworfen, die in ihrem Design das Konterfei von Che Guevara zeigen.

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2013 FC Madureira Heimtrikot von der Kubareise 63

http://www.subsidesports.de/de/che-guevara.html

Wir haben bereits eine starke Nachfrage nach den 2008-09 Kuba-Trikots von Adidas festgestellt, die wir vor wenigen Jahren erhalten haben, sowie nach dem Namen und der Nummer CHE 58, aber unter den Fussball-Fans besteht auch ein starkes Interesse an Che und seiner Wahlheimat. Er wurde in Rosario, Argentinien, geboren und wuchs mit Fussball im Blut auf. Zudem war er ein Fan des hiesigen Fussballvereins Rosario Central und wenn er die Gelegenheit hatte, spielte er regelmäßig mit Einheimischen oder anderen Revolutionären, die er auf seinen Reisen durch Lateinamerika traf. Als Asthmatiker war er oft gezwungen, auf der Torhüterposition zu spielen und der FC Madureira hat dem Rechnung getragen und ein beeindruckendes Torhütertrikot konzipiert, das die lebendige kubanische Fahne und das Konterfei des Che enthält.

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2013 FC Madureira Torhüter-Erinnerungstrikot von der Kubareise 63

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Auf vielen ihrer Reisen durch Südamerika, erhielten Che und sein langjähriger Freund, Alberto Granado, oft Verpflegung, Unterkunft und gelegentliche Bezahlung, wenn sie die örtlichen Verein beim Training unterstützt haben. Ein Ereignis ist dokumentiert, bei dem Che und Alberto die Mannschaft von Chuquicamata unterstützt haben, gegen ihre Rivalen von Iquique in Chile zu gewinnen. Später sind sie zur Lepra-Kolonie San Pablo im peruanischen Amazonas-Gebiet gereist und haben wochenlang jeden Nachmittag mit den Leprakranken Fussball gespielt. Che hatte nun die Massenpopularität des Fussballs in ganz Südamerika erkannt und festgestellt, dass der Fussball die Menschen verbindet: ”Es ist nicht einfach nur ein Spiel, es ist eine Waffe der Revolution.”

Che für Irland!
Hätte Che sein Asthmaproblem in den Griff bekommen und statt dem Guerillakrieg seine Fertigkeiten als Fussballer verfeinert, dann hätte er aufgrund seiner Abstammung für Irland spielen können – dem Geburtsland seines Großvaters. Nur wenigen ist bekannt, dass Che Guevara eigentlich als Che Guevara Lynch am 28.06.1928 in Argentinien als Sohn von Celia de la Serna y Llosa und Ernesto Guevara Lynch geboren wurde – der irische Nachnahme wurde später abgelegt, obwohl irische Republikaner ihn zu einem von ihnen gemacht haben, indem sie ihn auf einem Wandbild in Belfast mit den Worten seines Vaters zitierten: “Durch die Adern meines Sohnes floss das Blut von irischen Rebellen”

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Die Nachricht über seine irische Abstammung hat im Büro von Subside Sports Diskussionen darüber entfacht, auf welcher Position er wohl am besten gewesen wäre. Der allgemeinen Meinung nach zu urteilen, hätte er als Mannschaftskapitän und Abräumer auf einer Position im defensiven Mittelfeld gespielt – seine eiserne Entschlossenheit und bedingungslose Hingabe für die Belange der Mannschaft hätten ihn zu einer frühen Version eines modernen Roy Keane werden lassen.

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Amüsanterweise gab es auch allgemeinen Konsens darüber, dass Keane selbst dem Che gar nicht so unähnlich war – wenn schon nicht vom Aussehen her, dann sicherlich in der Aura.

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Der kürzliche Entwurf dieser Gedenktrikots des FC Madureira hilft dabei, eine lange Verbindung zwischen dem Che und Fussball zu festigen – entweder als Symbol gegen das Establishment der Fans von St. Pauli, als Ausdruck des Nationalstolzes wie die Tätowierung auf Diego Maradonas Arm, oder als Zeichen des sozialen Aufstiegs wie beim Verein Club Che Guevara in Argentinien.

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